Die erste marokkanische Krise

Erste marokkanische Krise

Vor dem Ersten Weltkrieg war die Welt schockiert über die Möglichkeit eines Konflikts zwischen den damaligen europäischen Großmächten. Das Epizentrum des Problems lag in der Stadt city Tanger, wo, was die moderne Geschichte genannt hat Erste marokkanische Krisezwischen 1905 und 1906.

Um alles zu verstehen, was zwischen März 1905 und Mai 1906 um die Stadt Tanger geschah, muss man den geopolitischen Kontext dieser Zeit kennen. In Europa und damit auch im Rest der Welt herrschte zwischen den Großmächten eine angespannte internationale Atmosphäre. Sie nannten es die Bewaffneter Frieden. Der perfekte Nährboden für den großen Krieg, der nur ein Jahrzehnt später stattfinden sollte.

In diesen Jahren Großbritannien und Frankreich hatte eine Allianz mit dem Namen bekannt gemacht Entente Cordiale. Die Außenpolitik dieser Länder beruhte auf dem Versuch, sich zu isolieren Deutschland internationaler Einflusssphären, insbesondere in Asien und Afrika.

In diesem Spiel war es Frankreich im Januar 1905 gelungen, seinen Einfluss auf die Sultan von Marokko. Dies betraf insbesondere die Deutschen, die mit Sorge betrachteten, wie ihre Rivalen so beide Zugänge zum Mittelmeer kontrollierten. Also die Bundeskanzler von Bülow Er beschloss zu intervenieren, ermutigte den Sultan, dem Druck der Franzosen zu widerstehen und garantierte ihm die Unterstützung des Zweiten Reiches.

Der Kaiser besucht Tanger

Es gibt ein Datum, um den Beginn der ersten marokkanischen Krise festzulegen: 31. März 1905, wenn Kaiser Wilhelm II. besucht überraschend Tanger. Die Deutschen ankerten ihre mächtige Flotte vor dem Hafen und machten eine Machtdemonstration. Die französische Presse verkündete vehement, dass dies ein Akt der Provokation sei.

Kaiser

Kaiser Wilhelm II

Angesichts der wachsenden Unzufriedenheit Frankreichs und seiner Verbündeten schlugen die Deutschen vor, eine internationale Konferenz abzuhalten, um eine Einigung über Marokko und im Übrigen über andere nordafrikanische Gebiete zu erzielen. Die Briten lehnten die Idee ab, aber Frankreich über seine Außenminister Téophile Delcassé, erklärte sich bereit, die Angelegenheit zu besprechen. Die Verhandlungen wurden jedoch abgebrochen, als sich Deutschland klar für die marokkanische Unabhängigkeit positionierte.

Das Datum der Konferenz wurde auf den 28. Mai 1905 festgelegt, aber keine der einberufenen Mächte reagierte positiv. Außerdem beschlossen die Briten und Amerikaner, ihre jeweiligen Kriegsflotten nach Tanger zu schicken. Die Spannung nahm zu.

Der neue französische Außenminister Maurice Rouvier, dann die Möglichkeit, mit den Deutschen zu verhandeln, um einen mehr als möglichen Krieg zu vermeiden. Beide Länder hatten ihre Militärpräsenz an ihren jeweiligen Grenzen verstärkt, und die Möglichkeit eines umfassenden bewaffneten Konflikts war mehr als sicher.

Die Algeciras-Konferenz

Die erste marokkanische Krise blieb ungelöst wegen die zunehmend konfrontierten Positionen zwischen Deutschland und denen, die Jahre später seine zukünftigen Feinde sein würden. Vor allem die Briten, die bereit waren, den Expansionsdrang des Reiches mit militärischer Gewalt zu stoppen. Die Franzosen, die befürchteten, in einer militärischen Konfrontation mit den Deutschen auf europäischem Boden besiegt zu werden, waren weniger kriegerisch.

Endlich und nach vielen diplomatischen Bemühungen Algeciras-Konferenz. Diese Stadt wurde gewählt, weil sie in der Nähe der Konfliktzone und in neutralem Gebiet liegt, obwohl Spanien damals war es leicht auf der französisch-britischen Seite positioniert.

Konferenz von Algeciras

Verteilung der Einflusszonen in Marokko nach der Algeciras-Konferenz von 1906

An der Konferenz nahmen XNUMX Nationen teil: das Deutsche Reich, das Österreichisch-Ungarische Reich, das Vereinigte Königreich, Frankreich, das Russische Reich, das Königreich Spanien, die Vereinigten Staaten, das Königreich Italien, das Sultanat Marokko, die Niederlande, das Königreich Schweden, Portugal, Belgien und das Osmanische Reich. Kurz gesagt, die großen Weltmächte und einige Länder, die direkt an der marokkanischen Frage beteiligt sind.

Ende der ersten marokkanischen Krise

Nach dreimonatigen Verhandlungen wurde am 17. April der Akt von Algeciras. Durch dieses Abkommen gelang es Frankreich, seinen Einfluss auf Marokko zu bewahren, obwohl es eine Reihe von Reformen in diesem Gebiet versprach. Die wichtigsten Schlussfolgerungen der Konferenz waren die folgenden:

  • Schaffung eines französischen Protektorats und eines kleineren spanischen Protektorats in Marokko (unterteilt in zwei Zonen, eine im Süden des Landes und die andere im Norden), die anschließend in der Vertrag von Fez von 1912.
  • Schaffung eines Sonderstatus für Tanger als internationale Stadt.
  • Deutschland verzichtet auf jeden Territorialanspruch in Marokko.

Tatsächlich endete die Konferenz von Algeciras mit einem Rückzug Deutschlands, dessen Seemacht der der Briten deutlich unterlegen war. Sogar so, die erste marokkanische Krise wurde falsch geschlossen und die Unzufriedenheit der Deutschen führte 1911 zu einer neuen kritischen Situation. Zeitweise war der Schauplatz nicht Tanger, sondern Agadir, eine neue Situation internationaler Spannungen, die als Zweite Marokko-Krise bekannt ist.


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